Ein typisches Erntejahr
Die Ernte im Sommer
Die Ernte erfolgt ab Anfang Juli. In besonders trockenen Jahren, kann das erste Getreide auch schon Ende Juni reif sein und gedroschen werden. In der Regel wird die Gerste zuerst reif, dann folgt der Raps und zuletzt der Weizen.
Die Qualität der Ernteprodukte hat höchste Priorität. Die Hauptanforderung ist, dass das Druschgut absolut trocken geerntet wird. Wichtig ist auch, dass die Inhaltstoffe der Getreidekörner erhalten bleiben und das Saatgetreide seine Keimfähigkeit behält. Deswegen können bei schönem Wetter keine Pausen gemacht werden, und der Mähdrusch muss auch am Wochenende stattfinden.
Die Ernte führen wir mit eigenen Mähdreschern und einem Lohnunternehmer durch. Dazu werden Mitarbeiter benötigt, die das Getreide vom Feld in die Lagerhallen fahren und dort einlagern. Insgesamt werden in dieser Saison bis zu 20 Arbeitskräfte beschäftigt.
Sobald ein Schlag abgeerntet ist, werden die Feldränder geschlegelt. Diese hygienische Maßnahme zerkleinert den Pflanzenbewuchs im Bereich der Schlaggrenzen und erleichtert spätere Bearbeitungsgänge. Ebenfalls wird verhindert, dass Unkräuter neu aussamen. Die Getreide- und Rapsstoppel werden mit einer Scheibenegge flach umgebrochen, das heißt gemulcht. Dadurch wird die Verdunstung von Wasser aus dem Boden unterbrochen und das Austrocknen des Bodens verhindert. Getreide- und Rapskörner, die nicht in den Mähdrescher gelangt sind, keimen und bilden kleine Pflanzen. Diese werden in einem zweiten Arbeitsgang mit einem Flügelschargrubber in den Boden eingearbeitet.
Einige Flächen werden nach der Ernte mit Carbokalk gedüngt. Carbokalk ist ein organischer Dünger, der als Nebenprodukt bei der Zuckerrübenverarbeitung entsteht. Er hebt den ph-Wert und verbessert die Bodenstruktur. Da er, wie nahezu alle organischen Dünger, sehr geruchsintensiv ist, wird er sofort nach dem Streuen in den Boden eingearbeitet.
Alle Maßnahmen verbessern die Bodenfruchtbarkeit, erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens und verringern den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln.