Gerste (Hordeum vulgare)
Botanik
Gerste gehört wie Weizen zu den Selbstbefruchtern. Der Fruchtstand ist eine Ähre. Charakteristisch für die Ähre sind die begrannten und von Spelzen umhüllten Körner.
Wintergerste ist die Getreideart mit der geringsten Frostverträglichkeit. Sie sollte deswegen nicht auf stark frostgefährdeten Standorten angebaut werden. Dafür ist sie toleranter gegenüber Hitze, da die Grannen an den Körnern durch die Bildung von Verdünstungskälte für Abkühlung sorgen. Diese Eigenschaft macht die Gerste zu einer idealen Ergänzung der Fruchtfolge am Standort Plaußig.
Anbau
Der Anbauumfang von Wintergerste beträgt in der Regel zwischen 250 ha und 300 ha. Die konkrete Anbaufläche orientiert sich aber auch hier an den Absatzmöglichkeiten für Futtergerste und Saatgut. Gerste ist die Kultur, die im Sommer als erste abreift. Sie wird schon Ende Juni/Anfang Juli gedroschen. Dadurch ist sie als Vorfrucht für Raps besonders geeignet.
Verwendung
Wintergerste wird hauptsächlich als Futtermittel verarbeitet. Durch die Spelzen ist der Rohfaseranteil der Gerste besonders hoch. Das macht sie zu einem wertvollen Bestandteil der tierischen Ernährung. Einer unser Hauptabnehmer für Gerste ist daher das Leipziger Kraftfuttermittelwerk in Leipzig-Lindenau.