Raps (Brassica napus)

Botanik

Raps gehört zu den Kreuzblütlern und ist daher eng verwandt mit Senf und Kohl. Die einzelnen Pflanzen werden bis über 1,50 m hoch. Charakteristisch sind die gelben Blüten und der sehr intensive Geruch. Nach der Befruchtung werden Schoten ausgebildet, die Früchte in Form von kleinen schwarzen Körnern enthalten.

Anbau

Als Pfahlwurzler benötigt Raps tiefgründige Böden ohne Verdichtungen. Unter diesen Voraussetzungen kann die Wurzel bis zu 2 m tief in den Boden wachsen und so die Pflanze auch bei extremer Trockenheit noch ausreichend mit Wasser versorgen.

Verwendung

Raps wird an regionale Ölmühlen verkauft und kann sowohl zu Speiseöl für die menschliche Ernährung als auch als nachwachsender Biokraftstoff verarbeitet werden. Hierzu werden die Samen gepresst und das so gewonnene Öl getrennt und entsprechend aufbereitet. Der verbleibende Rapskuchen ist ein wertvolles Ergänzungsfuttermittel in der Tierzucht.

Die Verwendung von Rapsöl als Speiseöl war nicht immer möglich. Ursprünglich enthielt es Erucasäure und Glucolsinolate. Während Glucosinolate lediglich für einen bitteren Geschmack des Öls verantwortlich sind, ist Erucasäure gesundheitsschädlich. Durch langwierige Züchtungsprozesse sind mittlerweile allerdings erucasäurefreie und glucosinolatarme Sorten, sogenannte 00-Sorten, entstanden aus denen hochwertiges Rapsöl gewonnen wird.

Eine Besonderheit ist der sogenannte HOLLI-Raps, den die Saat-Gut Plaußig Voges KG seit 2008 auf ca. 80 ha anbaut. Das Öl aus dieser Sorte ist besonders hitzestabil. Das bedeutet, dass bei Erhitzung besonders wenig der gesundheitsgefährdenden trans-Fettsäuren entstehen.

Raps
 
Copyright© 2012 Saat-Gut Plaußig Voges KG, Plaußig