Integrierter Pflanzenbau

Wer (mit) Erfolg ernten will, kann dies nur im Einklang mit den natürlichen Ressourcen seines Standortes erreichen. Die Saat-Gut Plaußig Voges KG realisiert dieses Ziel durch Anwendung des ackerbaulichen Systems „Integrierter Pflanzenbau”.

Bereits bei der Anbauplanung werden gegebene und nicht änderbare Faktoren wie etwa das Kleinklima und die Bodenwertigkeit berücksichtigt. So baut man keine Früchte an, die sich grundsätzlich in der Gegend nicht wohl fühlen. Eine vielseitige Fruchtfolge begünstigt darüber hinaus die Fruchtbarkeit des Bodens und dessen Ertragstreue. Auch hier gibt es Ausnahmen; aber in Plaußig wächst in der Regel jedes Jahr auf jedem Schlag eine andere Frucht. Erst nach drei bis fünf Ernten wiederholt sich der Anbau.

Aufgrund der zunehmenden Frühjahrstrockenheit hat der Betrieb seinen Schwerpunkt auf wassersparende Bodenbearbeitung gelegt. So wurde in der Vergangenheit in Bodenbearbeitungstechnik investiert, die den Boden zwar tief lockert, aber nicht wendet. Der Verzicht auf den Pflug ist allerdings kein Dogma. Es wird in jeder Situation neu entschieden, ob das Gerät zum Einsatz kommt oder nicht.

Die Bodenbearbeitung vor der Aussaat richtet sich ganz nach der Fruchtbarkeit des Bodens, der Vorfrucht und den Bedürfnissen der anzubauenden Frucht. Düngung und Pflanzenschutz werden ebenfalls für jede Kultur und jeden Schlag individuell geplant. Sie richten sich nach Fruchtart, Sorte, Bodentyp, Wetter und dem jeweiligen Entwicklungsstand der Pflanzen. Es werden nur soviel Dünger und Pflanzenschutzmittel eingesetzt wie für die Entwicklung der Kulturen unbedingt notwendig sind. Zweimal jährlich werden von jedem Schlag nach einem bestimmten Raster mehrere Bodenproben genommen und in speziellen Labors auf Nährstoffgehalte und pH-Werte untersucht. Je nach Ergebnis dieser Proben werden die Mengen an Nährstoffen festgelegt, die – je nach Pflanzenart – dem Boden zusätzlich zugeführt werden müssen. Ein mögliches Übergewicht eines Stoffes kann so auch sofort erkannt werden.

Darüber hinaus werden die Wachstumsstände aller Kulturen regelmäßig beobachtet, die Pflanzengesundheit beurteilt und der Boden auf Verdichtungen untersucht. Hierzu gehören neben Spaten und Bodensonde auch Taschenmesser, Lupe und Pinzette zum täglichen Arbeitswerkzeug eines Landwirts.

Eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung setzt voraus, dass alle Arbeitsgänge optimal auf den Bedarf des Bodens und der Früchte abgestimmt sind. Die Wahl des richtigen Zeitpunktes ist hierbei von immenser Bedeutung. Dieser wird von der Natur vorgegeben. Deshalb muss Landwirtschaft, wenn es nötig ist, auch an Wochenenden und Feiertagen stattfinden. Versäumnisse sind in der Regel nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand zu korrigieren.

Integrierter Pflanzenbau
Hätten Sie's gewusst?

Kleinklima

Kleinklima = Klima im Bereich der bodennahen Luftschichten bis etwa 2 m Höhe

 
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