Glossar

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Bodengare

Unter Bodengare versteht man einen besonders guten Bodenzustand. Ein garer Boden hat einen hohen Humusanteil. Er ist krümelig, gut durchlüftet und hat ein gutes Wasserspeichervermögen.

Cross-Compliance

Der Begriff Cross-Compliance (auch "Überkreuzverpflichtung") beschreibt im Bereich der Landwirtschaft die Kopplung der EU-Direktzahlungen an die Einhaltung ("compliance") festgelegter Standards in den Bereichen Umwelt, Lebensmittelsicherheit und Tierschutz. Grundlage hierfür sind 19 EU Richtlinien und Verordnungen. Ein Verstoß gegen diese Richtlinien kann erhebliche Kürzungen der Direktzahlungen zur Folge haben.

Drillen

Das Aussäen in Reihen anstelle der breitwürfigen Saat, bei welcher die Samen unregelmäßig ausgestreut werden.

Drusch

Herauslösen der Getreidekörner aus den Ähren.

Entkopplung

Die Entkopplung der Direktzahlungen von der Produktion sind das Kernelement der im Juni 2003 beschlossenen aktuellen Reform der GAP. Prämien werden zukünftig nicht mehr an die Erzeugung eines bestimmten Produktes gebunden und ermöglichen so dem Landwirt, sich ausschließlich an der Marktnachfrage zu orientieren. Jedoch sind sie an die Einhaltung bestimmter Bewirtschaftungskriterien gebunden (siehe oben unter cross-compliance).

Frostgare

Eine Frostgare entsteht, wenn der Oberboden im Winter gefriert und grobe Bodenaggregate durch die Einwirkung des Frostes in kleinere Krümel gesprengt werden.

Fungizid

Fungizid ist ein anderer Begriff für ein Pilzbekämpfungsmittel.

GAP: Gemeinsame Agrarpolitik

Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union hat ihren Ursprung in den 50er Jahren. Ihr Hauptziel war, der durch Krieg geschwächten westeuropäischen Bevölkerung eine stabile und preisgünstige Nahrungsmittelversorgung zuzusichern. Noch heute ist als Hauptaufgabe der Union im Gründungsvertrag verankert, den Verbrauchern angemessene Preise und den Landwirten ein gerechtes Einkommen zu garantieren.

Die Unterstützung der Landwirte erfolgte hauptsächlich durch Garantiepreise für landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Investitionsbeihilfen zur Steigerung der Produktivität durch Nutzung technischen Fortschritts.

Diese Politik war so erfolgreich, dass durch den rasanten Anstieg der Produktivität in den 80er Jahren mehr Nahrungsmittel produziert wurden als von der Bevölkerung konsumiert werden konnten. Diese auch als "Butterberg" geläufige Überproduktion wurde mit Hilfe von Exportsubventionen auf dem Weltmarkt gehandelt: eine Maßnahme, welche hohe Kosten verursachte und zu Verzerrungen des Marktes beitrug, beides nicht im Interesse der Bevölkerung und der Landwirte.

Ein Umdenken war unumgänglich und so durchlief die GAP von 1992 an einen Entwicklungsprozess: Sie wandelte sich von (über-)produktionsfördernder Unterstützung zu einer nachfrage- und umweltorientierten Förderung der landwirtschaftlichen Produktion.

Hektar

1 ha = 10.000m²
[von griechisch hekatón »hundert« und lateinisch area »Fläche«]

Herbizid

Der Begriff leitet sich ab aus dem Lateinischen Wort “herba” für Kraut, Gras und ist ein anderer Begriff für Unkrautbekämpfungsmittel.

Hybrid

Unter Hybriden versteht man Pflanzen, die durch eine spezielle Form der Pflanzenzüchtung (Hybridzüchtung) besonders vital und ertragreich sind.

Insektizid

Insektizide sind Substanzen zur Bekämpfung von Insekten, die die Kulturpflanzen schädigen können.

Modulation

Ab 2007 werden die Direktzahlungen um 5 % pro Betrieb gekürzt. Die freiwerdenden Gelder werden zur Förderung der ländlichen Entwicklung, der sogenannten 2. Säule der GAP, zu Verfügung gestellt.

Mulch

Organische Bodenbedeckung zur Förderung der Fruchtbarkeit des Bodens.

Pestizid

Pesitizid oder auch Biozid sind Sammelbegriffe für sämtliche Pflanzenschutzmittel.

Pflanzenschutzmittel (PSM)

Pflanzenschutzmittel sind Stoffe, die Pflanzen oder Pflanzenerzeugnisse vor Mikroorganismen, Krankheiten, Tieren oder anderen Pflanzen schützen sollen. Auch Stoffe, die das Wachstum von Pflanzen regulieren oder die Keimung hemmen, gelten als Pflanzenschutzmittel. PSM dürfen nur entsprechend ihrer Zulassung vertrieben und angewendet werden. Zulassungsbehörde in Deutschland ist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Die Zulassungskriterien sind einheitlich für die EU.

Schlag

Landwirtschaftlich nutzbare Fläche, die von in der Natur erkennbaren Außengrenzen (Gräben, Straßen, Wald, usw.) umgeben ist.

Triticale

Triticale ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen. Der Name setzt sich aus den lateinischen Bezeichnungen Triticum aestivum (Weizen) und Secale cereale (Roggen) zusammen. Triticale wird als Tierfuttermittel eingesetzt.

Wachstumsregulator

Wachstumsregulatoren beeinflussen das Längen- und Dickenwachstum von Pflanzen. Sie werden speziell in Getreide und Raps eingesetzt. Sie bewirken, dass sich der Stängel einer Pflanze verdickt und nicht so stark in die Länge wächst. Dadurch werden die Pflanzen stabiler und bleiben bei starkem Wind und Regen standhaft.

 
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