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Mais

Mais (Zea mays) ist eine einjährige, 1,5 bis 2,5 m hohe, breitblättrige, zu den Süßgräsern gehörende Pflanze mit markhaltigem Halm. Er unterscheidet sich botanisch von anderen Getreidearten dadurch, dass männliche und weibliche Blüten getrennt auf derselben Pflanze vorkommen. Die männlichen rispenförmigen Blütenstände befinden sich am oberen Ende des Halms. Die weiblichen Blütenstände wachsen in den Blattachseln. Der kolbenförmige Fruchtstand trägt zur Reifezeit die Maiskörner.

Der Anbau von Mais bringt hohe Erträge. Er ist neben Sommergerste das bedeutendste Sommergetreide. Seine Ansprüche an die Bodenqualität sind niedrig, sein Wasserbedarf eher gering. Günstig sind trockene, heiße Standorte mit viel Licht. Zur Keimung benötigt Mais Bodentemperaturen über 8° C. In getreidebetonten Fruchtfolgen ist Mais ein wichtiges Glied, weil er bestimmte Krankheiten der Hauptgetreidearten nicht auf die Folgekultur überträgt. Darüber hinaus verbessert er durch seine lange Vegetationsdauer und gute Bodenbeschattung die Bodenstruktur.

Steckbriefe

Erkennungsmerkmal

Weizenca. 35-45 Körner / Ähre, unbegrannt
Dinkelca. 50 Körner / Ähre, unbegrannt, Spelz
Durumca. 25 Körner / Ähre, kurze Grannen
Gerste25-40 Körner / Ähre, anliegende Grannen
Roggen50-60 Körner / Ähre, abstehende Grannen
Triticaleca. 60 Körner / Ähre, anliegende Grannen

Anbauumfang (ø)

Weizen1000 ha
Dinkel100 ha
Durum20 ha
Gerste300 ha
Roggen200 ha
Triticale35 ha
Maisminimal

Aussaat

WeizenMitte September – Mitte November
DinkelAnfang – Mitte Oktober
DurumSeptember – Oktober
GersteEnde September – Mitte Oktober
RoggenMitte September – Mitte Oktober
TriticaleEnde September – Mitte November
MaisMitte April – Anfang Mai

Ernte

WeizenMitte Juli – Ende August
DinkelMitte Juli – Mitte August
DurumEnde Juli – Mitte August
GersteEnde Juni – Anfang Juli
RoggenMitte Juli – Mitte August
TriticaleMitte Juli – Ende August
MaisMitte September – Mitte Oktober

bevorzugte Bodenstruktur

Weizennährstoffreiche, tiefgründige Böden
Dinkelalle Lagen außer sandige Böden
Durumfruchtbare, leicht erwärmbare Böden
GersteBöden ohne hohe Frostgefährdung
Roggenhohe Verträglichkeit mit allen Lagen
Triticalehohe Verträglichkeit mit allen Lagen
Maishohe Verträglichkeit mit allen Lagen

Vermarktungswege / Weiterverarbeitung

WeizenMühlen / Weizenmehl
DinkelMühlen / Dinkelmehl
DurumMühlen / Hartweizenmehl, für die Pastaproduktion
GersteFuttergetreide
RoggenMühlen / Roggenmehl
TriticaleFuttergetreide
MaisKörner- und Silomais / Viehfutter
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