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Dinkel

Dinkel (Triticum spelta) ist nah verwandt mit Weichweizen. Seine Halme sind aber meist länger und dadurch weniger standfest. Das Dinkelkorn reift in einer fest geschlossenen Hülle, der so genannten Spelze. Sie schützt das Korn vor Nässe, Kälte und Schädlingen. Nach dem Dreschen werden die Körner in einem zusätzlichen Arbeitsschritt von den Spelzen getrennt.

Dinkel ist anspruchsloser als Weizen. Er ist robust und kommt auch mit nährstoffarmen Böden gut zurecht. Es gibt Sommersorten, in der Regel wird er aber als Wintergetreide angebaut. Bei Dinkel werden nicht einzelne Körner ausgesät, sondern ganze Ährenteile – so genannte Vesen –, die zwei bis drei bespelzte Körner enthalten. Für die Spätsaat bis in den Dezember ist Dinkel ausgesprochen geeignet. Die Ertragserwartungen sind dann allerdings geringer.

Steckbriefe

Erkennungsmerkmal

Weizen ca. 35-45 Körner / Ähre, unbegrannt
Dinkel ca. 50 Körner / Ähre, unbegrannt, Spelz
Durum ca. 25 Körner / Ähre, kurze Grannen
Gerste 25-40 Körner / Ähre, anliegende Grannen
Roggen 50-60 Körner / Ähre, abstehende Grannen
Triticale ca. 60 Körner / Ähre, anliegende Grannen

Anbauumfang (ø)

Weizen 1000 ha
Dinkel 100 ha
Durum 20 ha
Gerste 300 ha
Roggen 200 ha
Triticale 35 ha
Mais minimal

Aussaat

Weizen Mitte September – Mitte November
Dinkel Anfang – Mitte Oktober
Durum September – Oktober
Gerste Ende September – Mitte Oktober
Roggen Mitte September – Mitte Oktober
Triticale Ende September – Mitte November
Mais Mitte April – Anfang Mai

Ernte

Weizen Mitte Juli – Ende August
Dinkel Mitte Juli – Mitte August
Durum Ende Juli – Mitte August
Gerste Ende Juni – Anfang Juli
Roggen Mitte Juli – Mitte August
Triticale Mitte Juli – Ende August
Mais Mitte September – Mitte Oktober

bevorzugte Bodenstruktur

Weizen nährstoffreiche, tiefgründige Böden
Dinkel alle Lagen außer sandige Böden
Durum fruchtbare, leicht erwärmbare Böden
Gerste Böden ohne hohe Frostgefährdung
Roggen hohe Verträglichkeit mit allen Lagen
Triticale hohe Verträglichkeit mit allen Lagen
Mais hohe Verträglichkeit mit allen Lagen

Vermarktungswege / Weiterverarbeitung

Weizen Mühlen / Weizenmehl
Dinkel Mühlen / Dinkelmehl
Durum Mühlen / Hartweizenmehl, für die Pastaproduktion
Gerste Futtergetreide
Roggen Mühlen / Roggenmehl
Triticale Futtergetreide
Mais Körner- und Silomais / Viehfutter
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