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Gerste

Gerste (Hordeum vulgare) ist neben Weizen die wohl älteste kultivierte Getreideart. Der Fruchtstand ist eine Ähre mit langen Grannen. Je nach Anordnung der einzelnen Ährchen unterscheidet man zwei- und mehrzeilige Gerstenarten, die jeweils eine unterschiedliche Zahl von Körnern ausbilden. Dabei handelt es sich bei zweizeiligen Formen meist um Sommergerste, bei mehrzeiligen meist um Wintergerste. Das von den Spelzen fest umhüllte Korn muss geschält werden. Gerste gehört zu den Selbstbefruchtern.

Am besten wächst Gerste in gemäßigtem Klima auf fruchtbaren, tiefgründigen Lehmböden. Wintergerste liefert bessere Erträge als Sommergerste. Sie ist die Wintergetreideart mit der geringsten Frostverträglichkeit. Dafür ist Wintergerste gegenüber Hitze toleranter. Eine Eigenschaft, die sie für den Standort Plaußig mit seinen vielen Sonnenstunden zu einer idealen Ergänzung der Fruchtfolge macht.

Steckbriefe

Erkennungsmerkmal

Weizenca. 35-45 Körner / Ähre, unbegrannt
Dinkelca. 50 Körner / Ähre, unbegrannt, Spelz
Durumca. 25 Körner / Ähre, kurze Grannen
Gerste25-40 Körner / Ähre, anliegende Grannen
Roggen50-60 Körner / Ähre, abstehende Grannen
Triticaleca. 60 Körner / Ähre, anliegende Grannen

Anbauumfang (ø)

Weizen1000 ha
Dinkel100 ha
Durum20 ha
Gerste300 ha
Roggen200 ha
Triticale35 ha
Maisminimal

Aussaat

WeizenMitte September – Mitte November
DinkelAnfang – Mitte Oktober
DurumSeptember – Oktober
GersteEnde September – Mitte Oktober
RoggenMitte September – Mitte Oktober
TriticaleEnde September – Mitte November
MaisMitte April – Anfang Mai

Ernte

WeizenMitte Juli – Ende August
DinkelMitte Juli – Mitte August
DurumEnde Juli – Mitte August
GersteEnde Juni – Anfang Juli
RoggenMitte Juli – Mitte August
TriticaleMitte Juli – Ende August
MaisMitte September – Mitte Oktober

bevorzugte Bodenstruktur

Weizennährstoffreiche, tiefgründige Böden
Dinkelalle Lagen außer sandige Böden
Durumfruchtbare, leicht erwärmbare Böden
GersteBöden ohne hohe Frostgefährdung
Roggenhohe Verträglichkeit mit allen Lagen
Triticalehohe Verträglichkeit mit allen Lagen
Maishohe Verträglichkeit mit allen Lagen

Vermarktungswege / Weiterverarbeitung

WeizenMühlen / Weizenmehl
DinkelMühlen / Dinkelmehl
DurumMühlen / Hartweizenmehl, für die Pastaproduktion
GersteFuttergetreide
RoggenMühlen / Roggenmehl
TriticaleFuttergetreide
MaisKörner- und Silomais / Viehfutter
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